Es ist mein Job, bedingungslos an mein Kind zu glauben.

NewsSAM

Keynote-Speaker, Unternehmer, EU-Jugendbotschafter, Coach, Consultant etc. Kaum zu glauben, dass Ali Mahlodji erst 40 Jahre alt ist. Im Gespräch mit sam über die Zukunft erzählt er, warum es wichtig ist, Dinge gemeinsam anzupacken.

Ali Mahlodji
Ali Mahlodji

Du setzt dich viel mit dem Thema „Zukunft“ auseinander und hast mit futureOne auch ein passendes Pro-jekt gestartet.

Danke, dass ihr das Thema aufgreift. Es ist wichtig, zukunftsfähig zu sein, wie sehr, erleben wir gerade in Bezug auf die Klimakrise oder Corona. Die Welt macht es uns gerade nicht leicht, das Positive zu sehen. In den letzten Jahren habe ich gemerkt, dass es wichtig ist, proaktiv die Zukunft zu gestalten. Also habe ich futureOne gegründet. Mit unserem Business-Segment begleiten wir Unternehmen dabei, gemeinschaftlich Zukunft zu gestalten, und im Privatpersonen-Segment sollen Menschen lernen, wieder an die Zukunft zu glauben – in einer Community, die von uns wöchentlich Content für die persönliche Weiterentwicklung zur Verfügung gestellt bekommt. Wir sind offen für alle, die keinen Bock haben, ständig die Welt schlechtzureden. Wir werden noch viel zu tun haben!

Wir sind offen für alle, die keinen Bock haben, ständig die Welt schlechtzureden.

Ali Mahlodji

Welche Fähigkeiten sind für die Zu-kunft wichtig?

Entscheidungsfähigkeit ist eine bedeu-tende Zukunftsfähigkeit. In der Krise haben wir gesehen, dass Menschen Entscheidungen ausgelagert und die Zukunft in die Hände anderer gelegt haben – Politiker*innen etwa. Und die Menschen waren dann enttäuscht. Auch Gemeinsinn ist essenziell: Die eigene Meinung ist prinzipiell eine Insel und erst in einer Gemeinschaft, in der es egal ist, woher man kommt, kann man Zukunft gestalten. Es ist kein Spiel für Einzelkämpfer! Selbstführung ist die wichtigste Zukunftsfähigkeit: Zukunft ist für die Menschen gefühlt chaotisch. Wenn ich mich mental nicht im Griff habe und Emotionen nicht regulieren kann, wenn ich nicht mit mir im Reinen bin, wenn ich nicht Perspektiven wechseln kann und es nicht schaffe, gut zu mir selbst zu sein, werde ich daran verbrennen. Selbstführung ist auch Selbstfürsorge.

Du hast viel mit Jugendlichen zu tun und bist mittlerweile auch Vater ge-worden. Was sollen wir den Jungen mitgeben?

Haben Jugendliche oder Mitarbeiter*innen, die nicht an sich glauben, mindestens eine Person, die bedingungslos an sie glaubt, werden sie alles hinbekommen. Wir müssen Menschen mitgeben: „So wie du bist, zu jedem Augenblick, ist es perfekt, und das, was noch vor dir liegt, wirst du meistern.“ Nimm den aufrechten Gang: Jedes Kind fällt am Anfang oft auf den Hintern, aber keines wird beim Gehen lernen sagen: „Ich kann das nicht“. Es ist mein Job, bedingungslos an mein Kind zu glauben. Wir müssen den Menschen Grundvertrauen geben. Oft sehen Menschen nämlich ihr eigenes Potential noch nicht. Dann müssen wir es ihnen spiegeln. So werden wir gemeinsam alle Herausforderungen der Zukunft meistern. ˜

Das Interview können Sie auch auf Radio Samariterbund nachhören.

Stefanie Kurzweill

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