Schwimmen für alle: Es begann mit einem Geschenk

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Die Gruppe Meidling-Liesing ist eine kleine Gruppe in der Wiener Samariterfamilie. Schwimmen lernen und lehren sind die zentralen Themen dieser Gruppe..

Schwimmen für alle (Fotos: Samariterbund Gr. Meidling-Liesing)
Schwimmen für alle (Fotos: Samariterbund Gr. Meidling-Liesing)

Es ist ein sonniger Samstagnachmittag im Meidlinger Frühling. In der Kassenhalle des Theresienbads ist es ruhig. Die Schwimmhalle selbst ist locker gefüllt. Plötzlich, von einem Moment auf den anderen, steigt der akustische Pegel. Viele Eltern und Kinder betreten die Halle. Die meisten der kleinen Nachwuchsschwimmer:innen grüßen Melanie Flaschner freudig, und sie grüßt zurück. „Jetzt ist Kurswechsel. Da ist immer Trubel“, lacht Flaschner.

Melanie und Andreas Flaschner (Tochter und Vater) sind ein kleiner Teil der Gruppe Meidling-Liesing. „Begonnen hat alles damit, dass ich vom jetzigen Obmann der Gruppe Ottakring, Michael Schmid, mit sechs Jahren einen Schwimmkurs geschenkt bekommen habe“, erzählt Melanie. So hat sie langsam die Samariterbund-Welt kennengelernt. „Ich bin dann in die Gruppe Meidling gewechselt und habe dort die Jugendgruppe aufgebaut. Und nebenbei ist das Schwimmen immer wichtiger geworden.“

Familiäre Gruppe
Familiäre Gruppe

Familiäre Gruppe

Papa Andreas ist erst einige Jahre später zum Samariterbund gekommen. „Ich bin durch meine Tochter schnell in die Gruppe hineingewachsen.“ Mit dem damaligen Obmann Robert Mohor ist er von Anfang an sehr gut ausgekommen. „Wir haben uns über die Flüchtlingshilfe kennengelernt und auf Anhieb gut verstanden. Und jetzt bin ich Obmann. Bei uns ist alles sehr familiär“, sagt er schmunzelnd. Die Schwimmkurse sind Hauptbestandteil der Gruppe. Und die Nachfrage ist groß.

„Wir sind nicht zuletzt deshalb immer ausgebucht, weil wir inklusive Kurse anbieten. Das heißt, jeder Mensch kann bei uns unter Berücksichtigung der medizinischen Möglichkeiten, egal, ob mit körperlichen oder kognitiven Behinderungen, schwimmen lernen. Auch ethnische Herkunft, Geschlecht, religiöse Zugehörigkeit und sexuelle Orientierung spielen dabei keine Rolle. Bei uns sind alle herzlich willkommen“, so Melanie. Dieses Angebot ist mit viel Extraarbeit verbunden und personalintensiv. „Deshalb sind die Schwimmkurse mittlerweile unsere Hauptaktivität. Und da arbeiten wir sehr eng mit der Gruppe Ottakring zusammen“, ergänzt Andreas Flaschner.

Das Lachen der Kinder

Die Gruppe ist rein ehrenamtlich organisiert und von der Größe überschaubar. Melanie Flaschner ist Elementarpädagogin und arbeitet aktuell als Integrationslehrerin. Zudem studiert sie nebenbei Bildungswissenschaften und leitet die Sektion Wasserrettung. Sie ist ebenfalls Mitglied im Landesbeitrat und Bundesbeirat der Wasserrettung. „Also fad wird mir nicht so schnell“, ergänzt Melanie augenzwinkernd. Papa Andreas ist karenzierter Beamter, der jetzt als Schädlingsbekämpfer arbeitet: „Das ehrenamtliche Arbeiten wird leider immer weniger. Ich mache das, weil von allen Teilnehmer:innen so viel Positives zurück kommt. Und ohne das wunderbare Team, das jeden Samstagnachmittag mit mir im Bad verbringt, wäre das Ganze nicht möglich. Natürlich ist das anstrengend. Aber wenn ich das Lachen der Kinder sehe, freue ich mich immer schon auf die nächste Woche!“˜

Georg Widerin

Informationen zu Schwimmkursen

Kurse Meidling: www.samariter-meidling.at/wasserrettung
Kurse Ottakring: www.asb-ottakring.at

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