Upcycling-Projekt mit Modeschule Hetzendorf

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Modeschüler:innen verwandeln Second-Hand-Kleidung aus dem SamLa Purkersdorf in Haute­-Couture-Kreationen.

Die Modeschule Hetzendorf im SamLa: Herbert Willer (2. von rechts) rollte sogar den Teppich aus.
Die Modeschule Hetzendorf im SamLa: Herbert Willer (2. von rechts) rollte sogar den Teppich aus.

Der SamLa (SamariterLaden) in Purkersdorf ist eine wahre Schatzkiste. Auf zwei Stockwerken findet man dort alles für den täglichen Bedarf – gebraucht, aber gut erhalten.

Verkauft wird das Sortiment zu einem sehr kostengünstigen Preis. Das schont das Geldbörserl, aber auch die Umwelt! Anstatt funktionstüchtige Dinge wegzuschmeißen, bekommen diese über den SamLa ein neues Leben eingehaucht. Willkommen ist in diesem Second-Hand-Laden übrigens jede:r. Hier dürfen alle stöbern, die preisgünstig und/oder nachhaltig shoppen wollen.

Auf 200 Quadratmetern erstreckt sich die Verkaufsfläche, und während im unteren Stockwerk vor allem Haushaltswaren angeboten werden (vom Porzellanhäferl bis hin zur Gartenschere), befindet sich im ersten Stock das, was SamLa-Leiter Herbert Willer liebevoll „meine kleine Boutique“ nennt. Nomen est omen: Hier gibt es alles, was das Modeherz höherschlagen lässt. Schuhe, Taschen, Hosen, Jacken, Krawatten, Kleider, Mäntel, Hüte, Knöpfe – und das alles in den unterschiedlichsten Größen und Materialien. Auch ein paar Braut- und Abendkleider gibt es hier zu entdecken.

Nachhaltigkeitsprojekt mit Modeschule Hetzendorf

Genau diese „Boutique“ war das Ziel einer Gruppe Schüler:innen der renommierten Wiener Modeschule Hetzendorf, die sich am 11. Oktober auf den Weg nach Purkersdorf machte. Im Rahmen des Saisonwechsels durften die jungen Designer:innen das Sortiment des Sozialmarktes durchstöbern – auf der Suche nach passenden Stücken für ihr Upcycling-Projekt. Was ist Upcycling? Bei diesem Fashion-Trend werden Textilien und Accessoires wiederverwendet und dabei gleichzeitig aufgewertet.

Einen Nachmittag lang nahmen die Schüler:innen das reichhaltige Angebot unter die Lupe. Spannend zu beobachten: Die meisten der Modeschöpfer:innen in spe kamen schon mit ganz genauen Vorstellungen und suchten gezielt nach bestimmten Utensilien und Fashion-Teilen. Vom kleinen Knopf bis zum mächtigen Abendkleid wanderten die kostenlosen Fundstücke in die zuvor verteilten, wiederverwendbaren Samariterbund-Shoppingtaschen. Die Modeschüler:innen haben nun das ganze Schuljahr Zeit, die gewählten Stücke neu zu interpretieren. Die besten Designs werden in der traditionellen Abschlussmodeschau der Modeschule präsentiert.

Umweltschutz und trendige Mode sind kein Widerspruch

Dieses Upcycling-Projekt ist übrigens nicht das erste zwischen SamLa und den Hetzendorfer:innen: Bereits 2015 kooperierte man – damals ging es um die kreative Wiederverwendung von Krawatten. Für Herbert Willer bringt die erneute Zusammenarbeit die SamLa-Philosophie wieder perfekt auf den Punkt: „Nachhaltigkeit hat in den Sozialmärkten des Samariterbundes einen hohen Stellenwert. Denn sozial zu agieren, heißt auch, umweltschonend zu arbeiten. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Schülerinnen und Schüler der Modeschule Hetzendorf diese Philosophie modisch umsetzen.“

Und Monika Kycelt, die Direktorin der Modeschule Hetzendorf, ergänzt: „Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind in der gesamten Ausbildung an der Modeschule Hetzendorf als wesentliche Themen verankert. Es freut mich daher, wenn unsere jungen Kreativen einmal mehr unter Beweis stellen, dass der sparsame und bewusste Einsatz von Ressourcen absolut keinen Widerspruch zu trendiger Mode darstellt!“ ˜

Franziska Springer

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