Wunschfahrten im Corona-Jahr 2020

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Trotz der Pandemie konnte die Samariter-Wunschfahrt im Sommer wieder auf ihre Mission gehen und schwer kranken Kindern und Erwachsene ihre letzten Wünsche erfüllen.

.. noch einmal die Enkeltochter umarmen. Die Samariter-Wunschfahrt machts möglich ..
.. noch einmal die Enkeltochter umarmen. Die Samariter-Wunschfahrt machts möglich ..

Wenn Träume wahr werden, steckt unser ehrenamtliches Team der Samariter-Wunschfahrt dahinter. Menschen, die nur mehr wenig Hoffnung in sich tragen, haben unter www.wunschfahrt.at die Möglichkeit, ihre letzten Wünsche zu deponieren. Das engagierte Team setzt alles daran, diese zu erfüllen – so auch in derart herausfordernden Zeiten wie der Corona-Pandemie. Nach dem Lockdown im Frühjahr ging die Wunschfahrt wieder auf Reisen und begleitete Menschen, Kinder und Erwachsene, in ihrer letzten Lebensphase zu Wunschorten und geliebten Menschen.

Noch einmal den Lebensgefährten besuchen

Benötigen zwei Personen unterschiedliche medizinische Betreuung, ist es leider oft so, dass sie nicht am selben Wohnort sein können. Der Lebensgefährte von Frau Friederike wird seit einer Operation in einem Übergangsheim betreut und auch ihr selbst ist es aufgrund einer Erkrankung nicht mehr möglich, alleine die Wohnung zu verlassen. Damit sich das Paar dennoch wiedersehen konnte, wandte sich die Tochter an die Samariter-Wunschfahrt. So war es möglich, dass Frau Friederike ihren Liebsten nach langen Monaten der Sehnsucht wiedersehen konnte. Auch für das ehrenamtliche Team Thomas und Markus war es ein emotionaler Augenblick, das Glück der beiden beim Wiedersehen mitzuerleben.

Im Gasthaus der Verwandten verweilen

Gemeinsam mit ihrer Tochter und in Begleitung des ehrenamtlichen Wunschfahrt-Teams war es Frau Martha möglich, noch einmal ins Gasthaus ihrer Verwandten zu fahren und gemeinsam mit ihren Liebsten dort zu Mittag zu essen. Die Familie wurde in einem separaten Raum bewirtet, wo sie nicht nur unter sich sein konnte, sondern auch um auf die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen zu achten. Die Freude war auf allen Seiten groß und Frau Martha bedankte sich herzlich beim ehrenamtlichen Team Verena und Thomas.

Die Heimatkirche wiedersehen

Frau Maria, die im Burgenland geboren wurde, danach aber nach Salzburg zog, wollte noch einmal ihre Heimatkirche in Frauenkirchen (Burgenland) besuchen. Leider war es ihr nicht mehr möglich, eine so weite Strecke sitzend zu meistern. Also wandte sie sich an das Wunschfahrt-Team und konnte, bequem liegend, den Weg ins Burgenland unter Begleitung des ehrenamtlichen Teams antreten. Am ehemaligen Heimatort warteten bereits der Bruder und eine Nichte auf die 91-Jährige. Frau Maria war zu Tränen gerührt: Viele prägende Erinnerungen verbindet sie schließlich mit der Kirche ihres Heimatortes: ihre Erstkommunion, ihre Firmung und schließlich ihre Hochzeit. Frau Maria zeigte unseren Wunscherfüller*innen ihren früheren Sitzplatz in der zweiten Reihe der Kirchenbänke und sprach gemeinsam mit ihrer Familie ein Gebet. Danach ging es weiter zum Grab ihrer Eltern, Großeltern und alten Freund*innen, um eine Kerze in Gedenken an die Liebsten anzuzünden. Nach einem sehr emotionalen Tag ging es am Nachmittag für Frau Maria wieder heim nach Salzburg. Ihr Dank und der ihrer Familie gebührt dem ehrenamtlichen Team Lara, Jürgen und Max für die Wunscherfüllung.

14 Wünsche erfüllt und weitere in Planung

Jetzt, wo die kalte Jahreszeit da ist, finden weniger Wunschfahrten statt. Zu groß ist oft die körperliche Belastung für die betroffenen Personen. Das Wunschfahrt-Team erfüllt aber 365 Tage im Jahr Wünsche. Eine Wunschfahrt gibt es für das ehrenamtliche Team in diesem Ausnahmejahr noch zu meistern: Eine Fahrt vom Wohnort zum Geburtshaus, wo Herr Josef aufwuchs. Insgesamt konnte unser ehrenamtliches Wunschfahrt-Team in diesem Jahr 14 Wünsche erfüllen – und das trotz zahlreicher Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und die entsprechenden Maßnahmen zu deren Bekämpfung.

Wir freuen uns, dass wir bereits 55 Wunschorte mit erkrankten Kindern und Erwachsenen besuchen konnten und auf unseren Fahrten 482 Menschen miteinander verbunden haben. Und auch unser Wunschfahrt-Auto hat einiges geleistet: Seit Start der Samariter-Wunschfahrt haben unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen rund 37.000 Kilometer zurückgelegt – und es werden noch viele mehr.

Wünsche deponieren, Freude schenken

Leider passiert es immer wieder, dass Wunschfahrten kurzfristig aufgrund der Verschlechterung des Gesundheitszustandes der betroffenen Personen abgesagt werden müssen. Falls also auch Sie einen Wunsch haben oder jemandem einen Wunsch erfüllen möchten, melden Sie sich direkt bei unserem Wunschfahrt-Team.

Alle Informationen rund um die Wunschfahrt finden sie ebenfalls unter: www.wunschfahrt.at

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