Erste Hilfe an Kindern

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Ein Notfall passiert oft unerwartet und plötzlich. Besonders nervenaufreibend ist es, wenn Kinder involviert sind. Es gibt einen speziellen Erste-Hilfe-Kurs, der das nötige Wissen, wie man Erste Hilfe an Kindern leistet, vermittelt. Das Wissen aus dem Erste-Hilfe-Kurs „Notfälle im Kindesalter“ kann im Ernstfall Leben retten, es wird daher Eltern, Großeltern und PädagogInnen empfohlen, diesen zu absolvieren.

Erste Hilfe bei Kindern
Erste Hilfe bei Kindern

Säuglinge und Kleinkinder verunfallen vor allem zu Hause. Sie lernen ihre Umgebung kennen und haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Durch ihre Neugierde kann es zu Vergiftungen, Verbrühungen, Verätzungen oder Stürzen kommen. Ab ungefähr vier Jahren erweitert sich der Aktionsradius des Kindes, und es kann bei Freizeit- und Sportaktivitäten zu Stürzen oder Zusammenstößen kommen.

Das Erste-Hilfe-Wissen kann bei Kindern und Kleinkindern nicht 1:1 übertragen werden. Ein wesentlicher Unterschied ist, dass Kleinkinder nicht kommunizieren können. So muss mit allen Sinnen gearbeitet werden. Das Immunsystem ist nicht vollständig entwickelt, somit reagiert der kleine Körper anders auf Medikamente. Organe wie Gehirn, Nieren und Leber befinden sich in einem Reifungsprozess. Der Stoffwechsel arbeitet bei Kindern schneller. Kinder sind also keine kleinen Erwachsenen.

Notfälle im Kindesalter stellen immer eine Herausforderung für die HelferInnen dar. In kompakten Kursmodulen bietet der Samariterbund Gelegenheit, korrektes Verhalten bei Notfällen und gesundheitlichen Problemen im Kindesalter zu erlernen, in Workshops zu erarbeiten und entsprechende Maßnahmen zu trainieren.

Kleine verschluckte Gegenstände  – Erstickungsgefahr!

Kinder gehören zu der Personengruppe mit erhöhtem Risiko, eine Atemwegsverlegung durch Fremdkörper zu erleiden. Häufig handelt es sich um Spielzeugteile, Erdnüsse oder Brotstücke. Dies liegt zum einen an der Gewohnheit, sämtliche Gegenstände auf ihre Geschmacklichkeit zu testen, und zum anderen an den anatomischen und physiologischen Besonderheiten des kindlichen Atemweges.
Das Kind muss beim Abhusten des Fremdkörpers unterstützt werden. Sollte das nicht gelingen, ist die Rettung zu verständigen. Ist das Kind bei Bewusstsein, hustet aber nicht oder nur ineffektiv, verabreicht man Rückenschläge. Die Rettung muss frühestmöglich verständigt werden.

Kann ein verschluckter Gegenstand durch die Rückenklopfmethode nicht aus der Luftröhre befördert werden, kann der „Heimlich-Handgriff“ die Rettung vor dem Ersticken sein. Dieser wird bei Kindern über einem Jahr angewendet. Der Brustkorb wird dabei von hinten umfasst und ruckartig gedrückt. Durch den hervorgerufenen Hustenstoß soll der Fremdkörper aus der Luftröhre herauskatapultiert werden. Diesen Handgriff sollte jeder, der mit Kindern zu tun hat, beherrschen.

Blutende Verletzungen

Bei blutenden Verletzungen erleiden Kinder schneller einen hohen Blutverlust als Erwachsene. Das bedeutet, dass es schneller zu einem Kreislaufkollaps kommen kann. Die Blutung ist so schnell wie möglich durch einen Druckverband zu stillen, allerdings darf die Wunde nicht abgebunden sein. Anschließend legen die RetterInnen das Kind flach hin. Bei Kopfverletzungen sollte der Oberkörper hochgelagert werden.

Trost und Liebe

Ein Kind muss bei einem Un- oder Notfall beruhigt und getröstet werden, um die psychische Belastung zu reduzieren. HelferInnen zeigen dem Kind, dass sie alles unter Kontrolle haben und mit der Situation nicht überfordert sind. Das gibt ihm ein Gefühl von Sicherheit, und es kann sich den Umständen entsprechend entspannen. Nachdem Maßnahmen gesetzt worden sind, ist die Rettung zu rufen. In so einer Situation ist es für das Kind dringend notwendig, dass die Bezugsperson immer in der Nähe bleibt.

Weitere Informationen zu den angebotenen Kursen finden Sie hier: www.samariterbund.net/ausbildung-und-erste-hilfe/

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